Translation Warum hatten die „Hobbit”-Menschen der indonesischen Insel Flores so kleine Gehirne? Waren diese Frühmenschen krank oder lässt sich dies allein mit ihrem Zwergenwuchs erklären? Einen neuen Beitrag zu dieser seit Jahren diskutierten Streitfrage liefert nun ein japanisches Forscherteam im Fachmagzin “Proceedings of the Royal Society B”. Demnach war das Gehirn dieser vor rund 12.000 Jahren lebenden “Hobbits” doch nicht so klein wie bisher angenommen. Der urzeitliche Zwergmensch könnte daher durchaus das Ergebnis einer klassischen Inselverzwergung sein – auch wenn ein paar Fragen offen bleiben. .. Kleine Statur und Mini-Gehirn als Missbildung? Zunächst hatten beispielsweise viele Forscher angenommen, dass die …
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Australien: Inder als steinzeitliche Einwanderer
TranslationAustraliens Ureinwohner entwickelten sich weniger isoliert als bisher gedacht: Statt zehntausende von Jahren ohne Kontakt zur Außenwelt zu leben, erhielten sie vor rund 3.200 Jahren Besuch – aus Indien. Das hat ein internationales Forscherteam anhand von Genanalysen herausgefunden. Die indischen Einwanderer hinterließen nicht nur ihre Spuren in den Genen der Aborigines, ihre Präsenz erklärt auch, warum sich damals die Kultur der Ureinwohner deutlich wandelte, wie die Forscher im Fachmagazin “Proceedings of the National Academy of Sciences” berichten. Die Geschichte der Ureinwohner Australiens reicht gut 45.000 Jahre zurück. Damals wanderten ihre Vorfahren aus Afrika über Asien in das heutige Gebiet Indonesiens …
Neandertaler lernten Schmuckherstellung von unseren Vorfahren
TranslationDie Neandertaler könnten sich die Kunst der Schmuckherstellung von unseren Vorfahren abgeschaut haben. Darauf deutet eine neue Datierung von rund 40.000 Jahre alten Funden aus der Grotte de Renne in Frankreich hin. Diese Höhle ist einer der wenigen Orte weltweit, an denen Schmuckstücke und Neandertaler-Fossilien eng beieinander gefunden wurden. Bisher war jedoch umstritten, ob dieser Schmuck von den Eiszeitmenschen stammt oder von den später in diese Gegend Europas eingewanderten modernen Menschen. Die neue Datierung spreche nun aber gegen einen späteren Ursprung der Fundstücke. Der Schmuck sei in etwa gleich alt wie ein in der Nähe entdecktes Neandertalerskelett, berichten Forscher vom …
Afrikas Khoi-San sind ältestes Volk der Welt
Translation Die Khoi-San im Süden Afrikas sind älter als alle anderen Volksgruppen des modernen Menschen. Ihre Stammeslinie entstand bereits vor rund 100.000 Jahren. Das bestätigt jetzt die umfangreichste jemals durchgeführte Genstudie im südlichen Afrika. 2,3 Millionen Erbgutvarianten von 220 Menschen analysierte ein internationales Forscherteam dafür. Das Ergebnis zeige, dass die Khoi-San, früher auch diskriminierend als Buschleute bezeichnet, genetisch einzigartig seien. Keine andere heute bekannte Population habe sich so früh von den Vorfahren aller Menschen abgetrennt, berichten die Forscher im Fachmagazin “Science”. Ihr Erbgut eröffne daher wertvolle Einblicke in die evolutionären Prozesse, die sich vor mehr als 100.000 Jahren ereigneten – …
Unbekannte Vormenschenart in Ostafrika entdeckt
Translation3,4 Millionen Jahre alte Fußknochen stammen aus der gleichen Zeit wie der Australopithecus Forscher haben in Äthiopien das Fußskelett einer bisher unbekannten Vormenschenart entdeckt. Die 3,4 Millionen Jahre alten Knochen unterscheiden sich deutlich von denen des zeitgleich lebenden Vormenschen Australopithecus afarensis. Der Fuß sei affenähnlicher und weniger stark an den aufrechten Gang angepasst, berichten die Forscher im Fachmagazin “Nature”. “Dieses Fußfossil ist der erste starke Beweis dafür, dass vor drei bis vier Millionen Jahren in Afrika mehrere verschiedene Typen von Vormenschen nebeneinander existierten”, schreiben Yohannes Haile-Selassie vom Cleveland Museum of Natural History und seine Kollegen. Quelle: scinexx | Unbekannte Vormenschenart …
„Australopithecus sediba“ :Neue Urmenschenart
Translation1,9 Millionen Jahre altes Bindeglied zwischen den Gattungen Australopithecus und Homo In Südafrika haben Wissenschaftler eine neue Hominidenart entdeckt, die ein Bindeglied zwischen dem Australopithecus und den ersten Homo-Menschenformen sein könnte. Die rund 1,9 Millionen Jahre alten Fossilien zeigen Merkmale beider Gattungen. Die „Australopithecus sediba“ getaufte Übergangsform, die jetzt in „Science“ vorgestellt wird, liefert neue Erkenntnisse für den Stammbaum des Menschen. Quelle: scinexx Filme zum Thema: