TranslationViele alleinerziehende Mütter oder Väter machen sich Gedanken, ob es ihrem Kind womöglich an etwas fehlt, weil es keine zweite Bezugsperson hat. Kanadische Forscher haben diese Frage jetzt an Mäusen untersucht – und dabei tatsächlich Unterschiede gefunden. Bei Mäusekindern, die nur mit der Mutter aufwuchsen, produzierte das Gehirn in bestimmten Bereichen später weniger neue Gehirnzellen und sie verhielten sich auch in Verhaltenstests anders. Diejenigen, die zwei Eltern hatten – egal, ob Vater und Mutter oder Mutter und Co-Mutter – schienen dagegen von der intensiveren Betreuung zu profitieren – die männlichen Jungen allerdings auf andere Weise als die weiblichen, berichten die …
Blog Archives
Weichmacher fördern Neurodermitis bei Kindern
TranslationDer in Bodenbelägen vorkommende Weichmacher Butylbenzylphthalat erhöht das Risiko von Kindern, an Neurodermitis und anderen Ekzemen zu erkranken. Der Schadstoff wirkt dabei schon im Mutterleib auf den kindlichen Organismus. Das haben US-amerikanische Forscher bei einer Studie mit 407 schwangeren Frauen herausgefunden. Hatten die Schwangeren höhere Werte des Weichmachers im Urin, stieg das Erkrankungsrisiko ihrer Kinder um mehr als 50 Prozent. Diese litten in den ersten zwei Lebensjahren deutlich häufiger an den juckenden Hautauschlägen als die Kinder von weniger stark belasteten Schwangeren. Erstmals habe man damit einen Zusammenhang zwischen der Belastung mit Weichmachern im Mutterleib und Neurodermitis nachgewiesen, berichten die Forscher …
Kinder und Schimpansen kopieren das Verhalten der Mehrheit
TranslationFür Orang-Utans spielen Anzahl und Häufigkeit bei der Weitergabe kultureller Errungenschaften keine Rolle Leipzig – “Kultur” ist offenbar die Weitergabe von Mehrheitswissen: Forscher des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und des Max-Planck-Instituts für Psycholinguistik in Nijmegen haben nun herausgefunden, dass Schimpansen dazu neigen, eher Handlungen zu kopieren, die von einer größeren Anzahl von Individuen vorgemacht werden, als die am häufigsten ausgeführte Handlung. Zweijährige Kleinkinder richten sich sowohl nach der Anzahl der Individuen als auch nach der Häufigkeit vorgeführter Handlungen. Für Orang-Utans spielt dagegen keines dieser Muster eine Rolle. Weitergabe von Verhaltensweisen und -strategien Bei vielen Tierarten lernen Individuen von …
Früh eingeschulte Kinder erhalten oft fälschlich ADHS-Diagnose
TranslationUnreiferes Verhalten wird als krankhaft interpretiert Bei früh eingeschulten Kindern wird besonders häufig ADHS diagnostiziert und behandelt. Ihr im Verhältnis zu ihren älteren Klassenkameraden unreiferes Verhalten wird dabei irrtümlich als krankhafte Aufmerksamkeitsstörung interpretiert. Das haben kanadische Forscher in einer Studie mit fast einer Million Grundschulkindern herausgefunden. Besonders hoch sei das Risiko für Fehldiagnose und falsche Behandlung bei Kindern, die kurz vor dem Stichtag für das Einschulungsalter Geburtstag hatten. Sie seien typischerweise die jüngsten und unreifsten ihrer Klasse, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin „Canadian Medical Association Journal“. Quelle: scinexx Film zum Thema (youtube.com):