Blog Archives

Auslöse-Gen für Migräne entdeckt

Translation Forscher haben erstmals ein Gen entdeckt, das bei Mutation Migräne auslöst. Bisher war zwar bekannt, dass die anfallsartig wiederkehrenden Kopfschmerzen und ihre Begleitsymptome in Familien gehäuft auftreten und daher eine genetische Komponente besitzen müssen. Dingfest gemacht hat man eines der Auslösergene aber erst jetzt durch gezielte Suche bei zwei betroffenen Familien. Das neu entdeckte Gen könnte dazu beitragen, die Ursachen und Abläufe bei der Migräne besser zu verstehen und möglicherweise auch helfen, bessere Therapien zu entwickeln, wie die US-Forscher im Fachmagazin Science Translational Medicine” berichten. Zehn bis 20 Prozent aller Menschen leiden an einer Migräne. Bei den meisten von …

>> weiterlesen… >> continue…

Genom heutiger Pferde zeigt Spuren menschlicher Zuchtstrategien

TranslationUnsere heutigen Pferde gehen auf nur sechs Stammväter zurück. Das haben Wiener Forscher festgestellt, als sie das Erbgut von 600 Hengsten verschiedener Pferderassen verglichen. Das nur über die mütterliche Linie weitergebenen Erbgut der Pferde ist dagegen sehr variantenreich, es gab demnach viele Stammütter der heutigen Pferderassen. Wie die Forscher im Fachmagazin “PloS ONE” berichten, zeigt dies den prägenden Einfluss der Zucht durch den Menschen. Bei Säugetieren legt die Zusammensetzung bestimmter Gene in der Regel das Geschlecht fest: Weibchen haben zwei X-Chromosomen, Männchen ein X- und ein Y-Chromosom. Die Y-Chromosomen werden nur von Vätern an ihre Söhne weitergegeben. Deshalb bilden diese …

>> weiterlesen… >> continue…

Schwierige Verwandtschaft: Die Neanderthaler und wir

TranslationDas Forum Fachdidaktik Biologie 2012 präsentierte am 8. November 2012 prominente Sprecher. Unter den Referenten befanden sich international bekannte Experten der Paläontologie und Vorgeschichte, in diesem Fall: Professor Dr. Gerd-Christian Weniger, der Direktor des Neanderthal Museums Mettmann und Professor am Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität zu Köln, der den Vortrag „Schwierige Verwandtschaft: Die Neanderthaler und wir” gehalten hat via Schwierige Verwandtschaft: Die Neanderthaler und wir – YouTube.

Doku: Wir sind eine Hybrid-Rasse

TranslationWissenschaftler haben in Leipzig die DNA des Neandertalers entschlüsselt und dabei erstaunliches entdeckt. Teilweise stammen wir vom Neandertaler ab. via Doku: Wir sind eine Hybrid-Rasse zwischen Homo Sapiens und Neandertaler ! – YouTube.

Herkunft der Roma rekonstruiert

TranslationAlle heute in Europa lebenden Roma haben trotz ihrer teils sehr unterschiedlichen Sprachen und Lebensweisen gemeinsame Vorfahren: Sie stammen alle von einer kleinen Bevölkerungsgruppe ab, die vor etwa 1.500 Jahren im Nordwesten Indiens lebte. Das schließt ein internationales Forscherteam jetzt aus einer genetischen Analyse von insgesamt 152 Roma aus 13 Ländern. Demnach wanderten die Urahnen der heute über elf Millionen europäischen Roma relativ rasch von Indien bis zum Balkan, von wo aus sie sich vor etwa 900 Jahren über ganz Europa verteilten. Seitdem haben die Gruppen zwar verschiedene Sprachen, Religionen und Lebensstile entwickelt, teilen aber nach wie vor ein soziales …

>> weiterlesen… >> continue…

Forscher ermitteln die Halbwertszeit der DNA

TranslationUnser Erbgut hat eine Halbwertszeit: Nach dem Tod eines Lebewesens zerfällt seine DNA in einem konstanten, berechenbaren Tempo. Das hat ein internationales Forscherteam bei der Untersuchung von fossilen Vogelknochen herausgefunden. In diesen war nach 521 Jahren die Hälfte der Mitochondrien-DNA durch Abbauprozesse zerstört. Dies entspreche einer konstanten Zerfallsrate von 5,5 DNA-Brüchen pro einer Million Molekülen pro Jahr, berichten die Forscher im Fachmagazin “Proceedings of the Royal Society B”. “Unsere Ergebnisse belegen erstmals, dass DNA in fossilen Knochen in einer im Laufe der Zeit nahezu unveränderten Rate zerfällt”, schreiben Morten Allentoft von der Murdoch University im australischen Perth und seine Kollegen. …

>> weiterlesen… >> continue…

Afrikas Khoi-San sind ältestes Volk der Welt

Translation Die Khoi-San im Süden Afrikas sind älter als alle anderen Volksgruppen des modernen Menschen. Ihre Stammeslinie entstand bereits vor rund 100.000 Jahren. Das bestätigt jetzt die umfangreichste jemals durchgeführte Genstudie im südlichen Afrika. 2,3 Millionen Erbgutvarianten von 220 Menschen analysierte ein internationales Forscherteam dafür. Das Ergebnis zeige, dass die Khoi-San, früher auch diskriminierend als Buschleute bezeichnet, genetisch einzigartig seien. Keine andere heute bekannte Population habe sich so früh von den Vorfahren aller Menschen abgetrennt, berichten die Forscher im Fachmagazin “Science”. Ihr Erbgut eröffne daher wertvolle Einblicke in die evolutionären Prozesse, die sich vor mehr als 100.000 Jahren ereigneten – …

>> weiterlesen… >> continue…

Genvergleich: Forscher kartieren erstmals das Erbgut einzelner Keimzellen

TranslationZum ersten Mal haben Forscher einzelne Spermien eines Mannes genetisch kartiert. Sie konnten so direkt vergleichen, welche genetischen Varianten ein Mann über seine Samenzellen an Nachkommen weitergibt. Zwischen den einzelnen Spermien fanden die Wissenschaftler dabei deutliche Differenzen, jede von ihnen war genetisch einzigartig. Aber auch gegenüber den normalen Körperzellen des Mannes habe sich das Erbgut der Samenzellen an durchschnittlich 23 Stellen unterschieden, berichten die Forscher im Fachmagazin “Cell”. Diese Funde geben einen Einblick darin, wie Eigenschaften von den Eltern an ihre Kinder weitergegeben werden – und warum Kinder keine reinen Kopien ihrer beiden Elternteile sind. Solche Analysen könnten zukünftig aber …

>> weiterlesen… >> continue…

Erfahrungen im Mutterleib verändern Erbgut von Ungeborenen

TranslationSchon im Mutterleib prägt und verändert die Umwelt unser Erbgut. Selbst eineiige Zwillinge werden dadurch bereits mit subtilen Unterschieden in ihrer Genaktivität geboren. Das hat ein internationales Forscherteam herausgefunden. Die Wissenschaftler hatten untersucht, wie sich die sogenannten epigenetischen Anlagerungen an der DNA bei neugeborenen Zwillingen unterscheiden. Diese angelagerten Moleküle blockieren das Ablesen von Genen und beeinflussen so langfristig die Genaktivität eines Menschen. Jetzt habe man zum ersten Mal nachgewiesen, dass das epigenetische Profil eines Menschen bereits im Mutterleib entscheidend geprägt werde, berichten die Forscher im Fachmagazin “Genome Research”. Die vorgeburtliche Umwelt habe demnach einen größeren Einfluss auf diese für die …

>> weiterlesen… >> continue…

Die ersten Menschen kamen in drei Wellen nach Amerika: Asiatische Einwanderer besiedelten den Kontinent etappenweise über die Beringstraße

TranslationDie ersten Menschen Amerikas besiedelten den Kontinent in mindestens drei Wellen. Die meisten heutigen Ureinwohner Nord- und Südamerikas stammen von der frühesten dieser Einwanderungswellen ab. Sie ereignete sich vor 15.000 Jahren. Das berichtet ein internationales Forscherteam im Fachjournal “Nature”. Für ihre Studie hatten sie über 300.000 DNA-Sequenzen amerikanischer Ureinwohner analysiert – angefangen bei kanadischen Eskimos bis hin zu chilenischen Indios. Aufgrund widersprüchlicher Funde sei bisher umstritten gewesen, ob die Besiedelung des Kontinents aus Asien über die Beringstraße nur einmal oder mehrfach geschehen sei. Die Ergebnisse der Studie belegten nun eindeutig, dass es nach der ersten noch mindestens zwei weitere, wenn …

>> weiterlesen… >> continue…

Forscher finden neue genetische Ursache der Multiplen Sklerose

Demyelinisierung bei Multipler Sklerose.

Translation Forscher haben eine bisher unbekannte genetische Ursache der Multiplen Sklerose (MS) entdeckt: Patienten mit dieser fortschreitenden Krankheit tragen eine Genvariante, die eine bestimmte Andockstelle in ihrem Nervensystem löslich und damit mobil macht. Dadurch kann diese im Gehirn ein wichtiges Signalmolekül des Immunsystems, den sogenannten Tumor-Nekrosefaktor Alpha (TNF Alpha), blockieren und so die MS-typischen Entzündungen auslösen, wie die Wissenschaftler im Fachmagazin “Nature” berichten. Diese Genvariante wirke damit ähnlich wie bestimmte Medikamente, von denen man wisse, dass sie die Multiple Sklerose verstärken. Der neuentdeckte Zusammenhang sei spezifisch nur für die MS und damit ein Ansatzpunkt für die Entwicklung neuer Therapien, erklärt …

>> weiterlesen… >> continue…

Führt die Genetik zur personalisierten Medizien?

TranslationFührt uns die Genetik zur personalisierten Medizin? Wirkung, Nebenwirkung, keine Wirkung – verschiedene Menschen reagieren höchst unterschiedlich auf ein und dasselbe Medikament. Auf der Suche nach der optimalen Therapie für den Einzelnen wollen Forscher künftig alle zur Verfügung stehenden Präparate vorab per Computersimulation testen. Basis der virtuellen Extrabehandlung ist die Genomsequenz des jeweiligen Patienten. Doch lassen sich die Versprechungen einhalten? Und vor welche ethischen Herausforderungen stellt uns die individualisierte Medizin? Spektrum-Chefredakteur Carsten Könneker sprach mit dem Genetiker Hans Lehrach und dem Philosophen Urban Wiesing über ihre kontroversen Positionen.

Missing Link des Pflanzenreiches analysiert: Genom-Entschlüsselung eines lebenden Fossils zeigt Bildung der ersten Pflanzen

TranslationGenom-Entschlüsselung eines lebenden Fossils zeigt Bildung der ersten Pflanzen Vor 1,2 Milliarden Jahren fraß ein tierischer Einzeller eine Blaualge, verdaute sie aber nicht. Die Folge: Zum ersten Mal entstand so ein Einzeller, der Photosynthese betreiben konnte. Das war die Initialzündung für die Entstehung aller Pflanzen – und eines lebenden Fossils namens „Cyanophora paradoxa“. Sein Genom hat ein internationales Forscherteam jetzt entschlüsselt. Wie sie in “Science” berichten, legt dies die Grundlage für ein besseres Verständnis von pflanzlichen Mechanismen wie Lichtsammlung und Proteintransport. Quelle: scinexx | Missing Link des Pflanzenreiches analysiert: Genom-Entschlüsselung eines lebenden Fossils zeigt Bildung der ersten Pflanzen  

Forscher rekonstruieren DNA eines ausgestorbenen Menschen

TranslationGenom aus Haarbüschel enthüllt Details über erste Besiedler der grönländischen Arktis Zum ersten Mal ist es Forschern gelungen, das Zellkern-Genom eines ausgestorbenen Menschen zu rekonstruieren. Als Basis dafür diente DNA aus einem 4.000 Jahre alten, in Grönland gefundenen Haarbüschel. Sein Besitzer gehörte zu den ersten Besiedlern der grönländischen Arktis, er hatte braune Augen, dunkle Haut und war an die Kälte gut angepasst. Seine Vorfahren wanderten offenbar getrennt von Inuit und Indianern aus Sibirien ein. Die Details der Rekonstruktion sind jetzt in „Nature“ erschienen. Quelle: scinexx | Forscher rekonstruieren DNA eines ausgestorbenen Menschen: Genom aus Haarbüschel enthüllt Details über erste Besiedler der …

>> weiterlesen… >> continue…

Genetische Ursache der Akromegalie entdeckt

TranslationGenmutation schuf historischen „Riesen“ DNA aus dem 18. Jahrhundert enthüllt genetische Ursache der Akromegalie Ein internationales Forscherteam hat die DNA eines „Riesen“ aus dem 18. Jahrhundert sequenziert und daraus die genetische Ursache für die Akromegalie – auch bekannt als „Riesenwachstum“ – isoliert. Die identifizierte genetische Mutation kommt auch heute noch vor, kann jetzt aber erkannt werden, bevor der Riesenwuchs bei den Betroffenen einsetzt. Damit verbessern die jetzt im „New England Journal of Medicine“ veröffentlichten Erkenntnisse die Therapie der Akromegalie bedeutend. Quelle: scinexx | Genmutation schuf historischen „Riesen“: DNA aus dem 18. Jahrhundert enthüllt genetische Ursache der Akromegalie Film zum Thema (youtube.com):