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Gentherapie: Neue Chance für die Medizin?

Translation Nicht heilbar, bestenfalls behandelbar – das gilt auch heute noch für eine Vielzahl von Krankheiten. Doch dies könnte sich ändern: Dank der Gentherapie, der Reparatur defekter, krankheitsauslösender Gene. Ende 2012 ist in Europa das erste Gentherapie-Präparat zugelassen worden. Es soll Patienten mit einer erblichen, bisher unheilbaren Stoffwechselkrankheit helfen. Beginnt nun ein neues Zeitalter der Medizin? Glaubt man den Genmedizinern, beginnt mit dieser direkt am Erbgut des Menschen ansetzenden Technologie eine neue Ära. Eine Fülle von Syndromen und Krankheiten, die auf genetischen Fehlern beruhen, wären dann nicht mehr Schicksal, sondern nur noch ein mehr oder weniger leicht zu auszubügelnder Fehler der …

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China: Frühmensch-Genom entschlüsselt

TranslationObwohl Vorfahren des modernen Menschen vor rund 40.000 Jahren in enger Nachbarschaft mit Neandertaler in Asien lebten, waren sie ihnen genetisch nicht ähnlicher als wir heute. Das zeigt die Analyse von Erbgut aus Gebeinen eines frühen Homo sapiens durch ein deutsch-chinesisches Forscherteam. Die fossile DNA lieferte zudem Hinweise darauf, woher die ersten asiatischen Einwanderer nach Nordamerika stammten. Etwa 200.000 bis 300.000 Jahre ist es her, dass aus einer Zwischenstufe der menschlichen Evolution – dem Homo erectus (lateinisch für aufrecht) – zwei sich parallel entwickelnde Menschenarten entstanden: der Neandertaler sowie Vorfahre des modernen Menschen, Homo sapiens. Während der Neandertaler zunächst hauptsächlich …

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Afrikas Khoi-San sind ältestes Volk der Welt

Translation Die Khoi-San im Süden Afrikas sind älter als alle anderen Volksgruppen des modernen Menschen. Ihre Stammeslinie entstand bereits vor rund 100.000 Jahren. Das bestätigt jetzt die umfangreichste jemals durchgeführte Genstudie im südlichen Afrika. 2,3 Millionen Erbgutvarianten von 220 Menschen analysierte ein internationales Forscherteam dafür. Das Ergebnis zeige, dass die Khoi-San, früher auch diskriminierend als Buschleute bezeichnet, genetisch einzigartig seien. Keine andere heute bekannte Population habe sich so früh von den Vorfahren aller Menschen abgetrennt, berichten die Forscher im Fachmagazin “Science”. Ihr Erbgut eröffne daher wertvolle Einblicke in die evolutionären Prozesse, die sich vor mehr als 100.000 Jahren ereigneten – …

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Junk-DNA enthält vier Millionen Gen-Schalter

Translation Die vermeintlich nutzlose “Junk-DNA” in unserem Erbgut ist in Wirklichkeit ein gewaltiges Steuerpult: Sie enthält Millionen molekularer Schalter, die unsere Gene nach Bedarf an und abschalten können. Das hat ein internationales Team aus hunderten von Wissenschaftlern herausgefunden. Es sei zwar bereits bekannt gewesen, dass die proteinkodierenden Gene nur zwei Prozent der DNA ausmachen und zumindest Teile der restlichen Abschnitte zur Kontrolle dieser Gene dienen. Jedoch habe man nicht damit gerechnet, dass auch die 80 Prozent des Erbguts, die man lange Zeit für funktionslosen DNA-Müll gehalten hatte, so aktiv an Körperfunktionen mitwirken, berichten die Forscher im Fachmagazin “Nature”. Ihre detaillierte …

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Genvergleich: Forscher kartieren erstmals das Erbgut einzelner Keimzellen

TranslationZum ersten Mal haben Forscher einzelne Spermien eines Mannes genetisch kartiert. Sie konnten so direkt vergleichen, welche genetischen Varianten ein Mann über seine Samenzellen an Nachkommen weitergibt. Zwischen den einzelnen Spermien fanden die Wissenschaftler dabei deutliche Differenzen, jede von ihnen war genetisch einzigartig. Aber auch gegenüber den normalen Körperzellen des Mannes habe sich das Erbgut der Samenzellen an durchschnittlich 23 Stellen unterschieden, berichten die Forscher im Fachmagazin “Cell”. Diese Funde geben einen Einblick darin, wie Eigenschaften von den Eltern an ihre Kinder weitergegeben werden – und warum Kinder keine reinen Kopien ihrer beiden Elternteile sind. Solche Analysen könnten zukünftig aber …

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Erfahrungen im Mutterleib verändern Erbgut von Ungeborenen

TranslationSchon im Mutterleib prägt und verändert die Umwelt unser Erbgut. Selbst eineiige Zwillinge werden dadurch bereits mit subtilen Unterschieden in ihrer Genaktivität geboren. Das hat ein internationales Forscherteam herausgefunden. Die Wissenschaftler hatten untersucht, wie sich die sogenannten epigenetischen Anlagerungen an der DNA bei neugeborenen Zwillingen unterscheiden. Diese angelagerten Moleküle blockieren das Ablesen von Genen und beeinflussen so langfristig die Genaktivität eines Menschen. Jetzt habe man zum ersten Mal nachgewiesen, dass das epigenetische Profil eines Menschen bereits im Mutterleib entscheidend geprägt werde, berichten die Forscher im Fachmagazin “Genome Research”. Die vorgeburtliche Umwelt habe demnach einen größeren Einfluss auf diese für die …

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Forscher reparieren den Gendefekt der Erbkrankheit Chorea Huntington

TranslationUS-amerikanische Forscher haben erstmals die genetische Ursache der tödlichen Erbkrankheit Chorea Huntington repariert. Sie tauschten dafür im Laborversuch ein fehlerhaftes Genstück in Stammzellen aus, die sie aus Bindegewebszellen eines Huntington-Patienten erzeugt hatten. Die genetisch korrigierten Stammzellen entwickelten sich zu gesunden Vorstadien von Gehirnzellen, wie die Forscher im Fachmagazin “Cell Stem Cell” berichten. Eingepflanzt in das Gehirn von Mäusen mit der Huntington-Krankheit, hätten sich die reparierten Stammzellen vermehrt und gesunde Gehirnzellen gebildet. “Die Fähigkeit, genetisch korrigierte Stammzellen aus den Zellen eines Huntington-Patienten zu erzeugen, ist ein entscheidender Schritt hin zu einer Stammzelltherapie für diese Krankheit”, sagt Studienleiterin Lisa Ellerby vom Buck …

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Erbgut-Test: Forscher entziffern Embryo-Genom aus DNA der Eltern

TranslationDie biologischen Grundlagen sind schon seit 1997 bekannt: Damals entdeckte der Pathologe Dennis Lo von der Chinese University of Hongkong im Blut von Schwangeren massenhaft Erbmoleküle des Embryos. Nur Schnipsel zwar, zerstückelt in unzählige Fragmente, aber immerhin genug, dass Forscher beginnen konnten, die Puzzelteile zusammenzufügen. US-Forscher der University of Washington (Seattle) haben nun erstmalig das komplette Genom eines ungeborenen Kindes allein mit DNA-Analysen mütterlichen Bluts und väterlichen Speichels entziffert. Sie werten dies als Schritt zu einem Test auf Tausende von Krankheiten, die durch Veränderung eines einzelnen Gens verursacht werden – ohne das Kind durch invasive Methoden wie eine Fruchtwasseruntersuchung im …

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Forscher finden neue Gene für männliche Fruchtbarkeit

TranslationGlaubensgemeinschaft der Hutterer hilft bei der Suche nach den komplexen Zusammenhängen US-Forscher haben eine Reihe zuvor unbekannter Fruchtbarkeitsgene bei Männern identifiziert. Dazu untersuchten die männlichen Mitglieder der Hutterer, einer Gemeinschaft mit sehr kinderreichen Familien. Dabei entdeckten sie mehr als 40 Genregionen, die mit der Fruchtbarkeit ihrer Träger in Zusammenhang stehen. Eine spätere Überprüfung an Samenproben von 123 weiteren Männern unterschiedlicher Herkunft zeigte: Veränderungen in mindestens neun dieser Regionen scheinen die Zeugungsfähigkeit beeinträchtigen zu können. Die Forscher sehen ihre Ergebnisse als Basis für eine exaktere Suche nach den verantwortlichen Genen und damit für neue Möglichkeiten, Unfruchtbarkeit bei Männern zu behandeln. Die …

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Gorilla-Genom entschlüsselt: Erstmals Erbgut aller vier großen Primatenarten vergleichbar

TranslationForscher haben das vollständige Genom des Gorillas entschlüsselt. Damit ist nun erstmals das Erbgut aller vier großen Primatenarten – Mensch, Gorilla, Schimpanse und Orang-Utan – bekannt und kann verglichen werden. Das Genmaterial für die Entschlüsselung lieferte Kamilah, ein zu den Westlichen Flachlandgorillas gehörendes Weibchen. Mit Hilfe ihres Genoms konnte das internationale Forscherteam erstmals Eigenheiten, aber auch Gemeinsamkeiten der Gorillas mit den anderen Menschenaffen und dem Menschen erforschen. Quelle: scinexx | Gorilla-Genom entschlüsselt: Erstmals kann das Erbgut aller vier großen Primatenarten verglichen werden

Urmensch-Erbgut entziffert – Forscher können Genom des ausgestorbenen Denisova-Menschen im Internet abrufen

TranslationDie Details könnten entscheidend sein: Wissenschafter suchen seit Jahren nach all jenen spezifischen Kandidaten im Erbgut, die den modernen Menschen von seinen Vorfahren unterscheiden. Die Arbeit deutscher Anthropologen könnte nun wichtige Antworten liefern. Forscher am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig haben das komplette Genom eines Denisova-Menschen entziffert, und zwar in noch nie da gewesener Genauigkeit. Ihre Ergebnisse haben sie am Mittwoch im Internet frei zugänglich gemacht. Bereits 2010 hatten Svante Pääbo und seine Mitarbeiter eine vorläufige Fassung des Genoms publik gemacht. Der Auflösungsgrad reichte jedoch nur dazu aus, um die Verwandtschaftsverhältnisse zwischen Denisova-Mensch, Neandertaler und dem modernen Menschen zu …

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Männliches Y-Chromosom erweist sich als stabil

TranslationEntwarnung für die Männerwelt: Auch in ferner Zukunft wird das männliche Geschlecht weder aussterben noch das Chromosom verlieren, das den Mann genetisch charakterisiert: das Y-Chromosom. US-amerikanische Wissenschaftler haben die gängige Theorie entkräftet, nach der das männliche Geschlechtschromosom in den nächsten Jahrmillionen weiter verkümmern und schließlich verloren gehen wird. Das Y-Chromosom habe sich in den letzten 25 Millionen Jahren nur wenig verändert, berichten die Forscher im Fachblatt „Nature“. Quelle: scinexx | Männer sterben nicht aus: Männliches Y-Chromosom erweist sich als stabiler als gedacht – Y-Chromosom, Gene, DNA, Erbgut, Männer, Geschlecht, Aussterben. Film zum Thema (youtube.com):